Trakl-Roman.

Alle Wasser laufen ins Meer (2009)

Den jungen Dichter Georg Trakl und dessen Schwester, die Pianistin Grete, verbindet eine Zuneigung, die nicht bloß platonisch ist. Doch Grete schwärmt zugleich für Georgs schüchternen Dichterfreund Erhard Buschbeck. Während der Salzburger Kaufmannsfamilie der Niedergang droht, begeben sich die drei auf die Suche nach künstlerischer Erfüllung. Und obwohl sich ihre Wege trennen, bleiben sie einander innig verbunden.

Sehnsucht, Besessenheit, Dekadenz – Berlin, Wien, Salzburg – Martin Beyer lässt die Künstlerboheme des 20. Jahrhunderts lebendig werden. Er erzählt von einer großen Tragödie der Literaturgeschichte und lässt ein Leben zwischen Verzweiflung und Lust literarisch auferstehen.

Martin Beyer: Alle Wasser laufen ins Meer. Stuttgart: Klett-Cotta 2009. Gebunden, 240 Seiten.
Euro 18,90.

»Martin Beyer erzählt diese Skandalgeschichte über verbotene Lust und Verzweiflung als tragischen Kreislauf, aus dem es kein Entrinnen gibt, als eine fatale Verkettung aus Liebeswünschen, Existenzangst, Drogenexzessen und Depression. Es ist quasi ein umgekehrter Bildungsroman, der hellsichtig den Weg der Helden in den Verfall nachzeichnet.«

Deutschlandradio Kultur